W A S K O M M T
Am 1. Juli 2011 ist es soweit: Die Siegerinnen und Sieger des 30. Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend werden von höchster Stelle geehrt. Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner höchstpersönlich überreicht im Rahmen des Deutschen Bauerntages in Koblenz der Elite der grünen Branche Urkunden und Medaillien. Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes übergibt dem talentierten und qualifizierten Nachwuchs Schecks sowie Gutscheine der Stiftung Begabtenförderung.
Wann: 1. Juli 2011
Wo: in Koblenz
W A S W A R
23. bis 27. Mai 2011: Bundesentscheid in Bad Waldsee Ortsteil Reute und Umgebung
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Einfach die Besten!
Spannendes Finale im Berufswettbewerb der deutschen Landjugend
Die SiegerInnen des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend 2011 stehen fest. In der Nacht zum Freitag, 27. Mai 2011, wurden im baden-württembergischen Reute in Bad Waldsee die besten deutschen Nachwuchskräfte der grünen Branche gekürt. An dem Wettstreit unter dem Motto "Grüne Berufe sind voller Leben - Wir lassen’s wachsen" hatten sich seit Februar rund 10.000 junge Menschen aus Land-, Forst-, Haus- und Tierwirtschaft sowie dem Weinbau beteiligt.
In den vergangenen Tagen maßen sich die 127 jungen Frauen und Männern, die sich für das Finale qualifiziert hatten, in Berufstheorie und -praxis. Nur das Allgemeinwissen wurde fachübergreifend getestet. Punkten konnte dabei, wer die Hauptstadt Bulgariens, die britische Kolonie an der Südküste Spaniens oder das Jugendarbeitsschutzgesetz kannte.
Die 18 männlichen und fünf weiblichen Auszubildenden in der Sparte Landwirtschaft I hatten im Wettbewerb beispielsweise einen Geschicklichkeitsparcours zu meistern, d.h. einen Mähdrescher während der Fahrt abzutanken und anschließend den beladenen Anhänger an einer Annahmestelle abzukippen. In Theorie und Praxis gewannen (in der Reihenfolge der Nennung): Stefan Wohlfrom (Bayern), Martin Wetzig (Hessen), Tim Müller (Schleswig-Holstein), Johannes Kellner und Birgit Wörl (beide Bayern).
In der Leistungsgruppe II - die LandwirtInnen in Fortbildung - hatten die Zweierteams beispielsweise eine Fütterungsempfehlung für eine Herde von Milchkühen zu erstellen und diese gleich zu mischen. Im Finale starteten 24 Männer und zwei Frauen. Die drei führenden Teams setzen sich wie folgt zusammen: Andreas Reckmann und Alexander Drerup (Nordrhein-Westfalen) kamen auf den ersten Platz, Tobias Metz und Stefan Hartmann auf den zweiten sowie Gerhard Klausmann und Christian Fichter (alle vier aus Baden-Württemberg) auf den dritten Platz.
Die 24 angehenden Forstwirte zeigten z. B. im Fällen und Entasten, was sie drauf haben. Sie pflanzten Bäume und Sträucher in Linie, bauten einen Fledermauskasten… Florian Koch (Baden-Württemberg), Sebastian Mühmel (Bayern), Florian Kaufmann, Philipp Hirschenauer (beide Baden-Württemberg) und Nicolay Metzmann (Rheinland-Pfalz) setzten sich an die Spitze der Forstwirte.
In der Hauswirtschaft ging es für die 13 jungen Frauen und einen jungen Mann im Praxistest auch darum, für Jugendliche und junge Erwachsene ein festliches Drei-Gänge-Menü unter Verwendung frischer Kräuter zuzubereiten. Maria-Theresia Sappl (Bayern), Jasmin Hilker (Baden-Württemberg), Sina May Riecken (Schleswig-Holstein), Ulrike Harms (Niedersachsen) und Anna Deutschenbaur (Bayern) kochten sich in der Edith-Stein-Schule Ravensburg an die Spitze.
Die sieben Tierwirtinnen und vier Tierwirte hingegen hatten u.a. die Aufgabe, einen Tag alte Ferkel von der Kennzeichnung bis zur Dokumentation, von der Impfung bis zum Schwanz kupieren zu versorgen. Alternativ errichteten sie eine mobile Weidezaunanlage. Vorher musste berechnet werden, wie groß diese bei vorhandenem Bewuchs für fünf Tiere sein muss. Am Ende kam Heidi Schneider (Sachsen) vor Martin Reinhardt (Brandenburg) und Anja Brückner (Thüringen) auf den ersten Platz.
Für die 19 JungwinzerInnen, darunter zwei Frauen, die beim Winzerverein Hagnau zu Gast waren, hieß es im Team, den Sommerboden eines Weinbergs zu bearbeiten oder eine fiktive Weinbergswanderung zu gestalten, weil die aufgrund der Witterung ins Wasser gefallen war. Nach der Lösung aller Aufgaben - allgemeines und berufstheoretisches Wissen, Präsentation und Praxis - setzen sich Johannes Jung, Tobias Krämer ( Anbaugebiet Rheinhessen) und Christoph Rabold (Anbaugebiet Pfalz) durch.
Ebenfalls im Weinbau, allerdings Leistungsgruppe II, gingen neun Winzer in Fortbildung an den Start. Sie standen vor fünf Weinen, bei denen es bei der Etikettierung vermutlich zu Verwechslungen gekommen war. Entsprechend mussten die Weine sensorisch überprüft werden. Als Sieger in Theorie und Praxis gingen Maximilian Bohnert (Baden), Matthias Hechler (Württemberg) und René Breidscheid (Rheinhessen) aus dem Berufswettbewerb hervor.
Damit ging der 30. Berufswettbewerb der deutschen Landjugend zu Ende. Veranstaltet vom Deutschen Bauernverband e.V., dem Bund der Deutschen Landjugend, dem Deutschen LandFrauenverband e.V. und der Schorlemer Stiftung stand er unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Vor Ort wurde er vom Bund der Landjugend Württemberg-Hohenzollern organisiert. Der praktische Wettbewerb in den Sparten Land-, Forst- und Tierwirtschaft wurde im Landwirtschaftlichen Zentrum in Aulendorf ausgetragen.
3. Februar - 24. April 2011: Durchführung der Schul- bzw. Kreisentscheide sowie der Landesentscheide in den Bundesländern
Alle Infos zu den Landesentscheiden finden sie auf den Internet-Seiten der BDL-Landesverbände.
3. Februar 2011: Bundeszentrale Eröffnung des BWB in Ulm
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Die Valckenburgschule in Ulm bot den Rahmen für die Eröffnung des 30. Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend am 3. Februar 2011. Zahlreiche Prominente - unter ihnen die Schirmherrin des Wettbewerbes, Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner - ließen es sich nicht nehmen, den jungen, ehrgeizigen VertreterInnen des land-, forst-, haus- und tierwirtschaftlichen Berufsstandes sowie den jungen WinzerInnen die Daumen zu drücken. Seit diesem Tag messen sich landesweit mehr als 10.000 BerufsschülerInnen und Fortzubildende in den fünf Wettbewerbssparten. Beim Bundesentscheid Ende Mai werden schließlich die Besten der Besten ermittelt und geehrt.
Der Eröffnungsort Ulm liegt genau an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern - nur durch die Donau getrennt. Bildung ist zum größten Teil Ländersache. Gerade während der agrarischen Ausbildung kommt es häufiger vor, dass die Auszubildenden den Ausbildungsbetrieb wechseln, denn neue Erfahrungen sammeln, den Horizont erweitern ist wichtig, das betonten alle RednerInnen bei der BWB-Eröffnung in Ulm. Ist dadurch aber ein Wechsel der Berufsschule erforderlich - von einem Bundesland in eine anderes - kann es passieren, dass die Auszubildenden in zwei Lehrjahren dem gleichen Lehrstoff gegenüberstehen und neuer Lehrstoff, der notwendig wäre, unbehandelt bleibt. Daher fordert der BDL schon seit längerer Zeit eine verbesserte überregionale Koordinierung der landwirtschaftlichen Aus- und Fortbildung - die bundesweit vereinheitlichte Umsetzung der Lehrpläne!
Erfreut nahmen daher die VertreterInnen der Landjugend, unter ihnen der BDL-Vorsitzende Gunther Hiestand, während der Eröffnungsrede der Ministerin zur Kenntnis, dass sie sich in einem Brief an den neuen Präsidenten der Kultusministerkonferenz für die Vergleichbarkeit der Ausbildungswege stark machen möchte.
Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass Landjugendarbeit etwas bewegen kann, ganz im Sinne von "wir fürs Land".
Wir wünschen allen TeilnehmerInnen am 30. Berufswettbewerb der deutschen Landjugend viel Erfolg und toi, toi, toi!
Medienpartner: Das Nachrichtenportal agrarheute.com und das dlz agrarmagazin mit dem "dlz next" sind seit 2009 Medienpartner des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend. Sie berichten aktuell und informativ über den Verlauf des Events.
Neben vielen Sponsoren unterstützt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Berufswettbewerb maßgeblich.