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EEG-Preisträger 2011

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Die Verleihung des Ernst-Engelbrecht-Greve-Preises 2011

 

Dem Aufruf des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) und der R+V Versicherung, sich mit kreativen und innovativen Projekten, Aktionen und Maßnahmen um den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2011 zu bewerben, sind auch 2010 wieder zahlreiche junge Menschen und Gruppen aus dem ländlichen Raum gefolgt.

Ehrenamtliches Engagement wird belohnt: wiederum haben den BDL reichlich Bewerbungen mit herausragenden Projekten und Aktionen aus den Bereichen regionale Entwicklung, Grüne Berufe und Jugendarbeit erreicht. Die Gewinner erhielten die hoch dotierte Auszeichnung im Gesamtwert von 10.000 Euro im Rahmen der Jugendveranstaltung des BDL am Sonntag, 23. Januar, auf der Internationalen Grünen Woche 2011.

Im Folgenden eine kurze Vorstellung der Preisträger des Ernst-Engelbrecht-Greve Preis 2011:

 

Platz 1 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 4000 Euro:

KLJB Diözesanverband Berlin

Landjugendhaus St. Bonifatius Meyenburg

Das Projekt „Landjugendhaus Meyenburg- ein Haus von und für Jugendliche auf dem Land“ ist ein langfristig angelegtes Projekt, das 2005 begann und nach einer intensiven Bau- und Renovierungsphase seit 2009 als Gruppenhaus genutzt werden kann. In den kommenden drei Jahren geht es vorrangig um die Weiterentwicklung und Umsetzung des erarbeiteten Hauskonzepts und die Ausgestaltung von Haus und Garten durch die jugendlichen Mitglieder der KLJB Berlin. Im und am Haus soll sichtbar werden, dass das Landjugendhaus ein Ort Landjugendlicher ist, jedeR soll sich an der Gestaltung beteiligen können, um  so einen eigenen Fußabdruck zu hinterlassen. Die Besonderheit des Projekts ist die Beteiligung jugendlicher Ehrenamtlicher am gesamten Prozess: angefangen bei den Planungen des Ausbaus und der Renovierung, über die Arbeit bei der Renovierung, dem Konzeptprozess bis hin zur Ausgestaltung des Hauses und Gartens.

 

Platz 2 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro:

CVJM Katzweiler-Mehlbach e.V.

„Naturerleben“

Im Februar 2008 begann das Kooperationsprojekt „NATURERLEBEN“ zwischen dem Forstamt Otterberg und dem CVJM Katzweiler-Mehlbach e.V. Auftaktveranstaltung war eine Pflanzaktion im „CVJM-Wald“ bei Otterberg im Rahmen einer dreitägigen Osterferienaktion. Im Juni 2008 wurde der „Kindererlebniswald“ zusammen mit dem Förster eröffnet: über 30 Kinder nahmen am Programm teil; dazu zählten der Bau von Waldsofas, Waldmemory, Fühlkästen mit Vogelfedern, Keilerzähnen und Marderfellen sowie vieles mehr. Neben dem Jungschar-Camp des CVJM-Katzweiler fanden Geochoaching-Schnupperkurse sowie Bastelnachmittage, sowie auch Veranstaltungen zu den Naturräumen Wald und Vogelschutzgebiet, Wasser und Garten statt. Die Projekte werden von erfahrenen Waldpädagogen unterstützt; mittlerweile ist der CVJM als Kooperationspartner der „Dt. Bundesstiftung Umwelt“ eingetragen.

 

Platz 2 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro:

Jugendgruppe Fehrbellin

„Zeitensprünge 2009“

In Fehrbellin (OPR) hat sich im März 2009 eine Gruppe von Jugendlichen zusammengefunden, die sich mit der Geschichte des Arbeits- und Erziehungslagers in Fehrbellin beschäftigt haben und dieses durch eine selbst gestaltete Ausstellung, eigene Skulpturen und eine Dokumentation den umliegenden Einwohnern in Erinnerung gerufen hat.

Zu Beginn stand die Erforschung des Lagers; mit professioneller Unterstützung einer Mitarbeiterin der Humboldt-Universität und eines Fotografen wurden die geographischen Eckpunkte unter Zuhilfenahme von Luftbildaufnahmen, Bildern von Zeitzeugen und Aufzeichnungen rekonstruiert und anschließend durch Markierungen auf dem Gelände sichtbar gemacht. Im Kunstprojekt: „Skulpturen aus Stein“ entstanden Skulpturen, welche die Jugendlichen selbst meißelten. Neben dieser historischen und künstlerischen Aufarbeitung wurde das Projekt durch einen selbst erstellten Film komplettiert.

Die Projektergebnisse wurden am 28. Januar 2011 in der Gemeinde Fehrbellin präsentiert, ein Gedenkstein am Kapellenberg in Fehrbellin angebracht.

 

Platz 3 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro:

OG Dirters Oberhaid

Dirtbike-Anlage

Zu Beginn waren es 12 Jugendliche, die in ihrer Freizeit dem Dirtbike-Fahren frönten. In einer Jugendgemeindesitzung im Jahr 2008 vorgebracht, stimmte die Gemeinde Oberhaid dem Wunsch nach dem Bau einer Dirtbike-Anlage zu. Nach nur einer Woche Bauzeit war die Anlage auf einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Grundstück fertiggestellt. Dies gelang durch den gemeinsamen Einsatz der Jugendlichen zusammen mit den Jugendgemeinderäten, den Jugendarbeitern und dem Bürgermeister. Regionales Aufsehen erregte der veranstaltete Dirtbike-Contest, der Biker aus dem ganzen Landkreis und angrenzenden Landkreisen anzog. Dieser Contest war das erste Spektakel dieser Art in der Region. Die Nutzung der Anlage fordert gleichzeitig deren Erhalt: so verpflichtet sich jeder Biker, die „Tabels“ und „Ramps“ mit zu „shapen“. „Denn nur wenn die Rampen und Landings gepflegt sind, macht das Springen erst richtig Spaß“, berichtet ein begeisterter beteiligter Jugendlicher.

 

Platz 3 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro:

Hessische Landjugend

50-50 Taxi

Nach vier Jahren Erprobungsphase wurde das „50-50-Taxi“ im großflächigen Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen abgeschafft. Dieses ermöglichte von 2006 an Jugendlichen abends mit dem Taxi sicher nach Hause zu gelangen; dahinter stand die Absicht, alkoholisierte Jugendliche nach dem Discobesuch vom Autofahren abzuhalten, um die Anzahl der durch Alkoholkonsum verursachten Unfälle zu senken. Laut Statistik gehören demnach 18-25 Jährige zu einer besonders gefährdeten Risikogruppe dieser Art.

Einige Landjugendliche schlossen sich, überzeugt von der Notwendigkeit einer Einrichtung wie des 50-50 Taxis, zusammen, um die Initiative neu zu starten. Diese Projektgruppe unternahm daraufhin gemeinsam mit dem Landrat eine Bustour durch den Kreis, welche auf die schwierige Erreichbarkeit mittels öffentlicher Verkehrsmittel im ländlichen Raum aufmerksam machen sollte. Ebenso wurde ein Konzept erstellt, das die landeshauhaltswirtschaftlichen Überlegungen, die Probephase des „50-50-Taxi“ zu beenden, konterkarieren sollte.

Momentan befindet sich die Projektgruppe auf der Suche nach Sponsoren, welche die Finanzierung des Fahrservice sicherstellen.

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